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Brettspiel-Entwickler machen Gesetze



“Irgendwann hat halt einer alle die großen Straßen und zockt alle anderen nur noch ab.” Am Rande der re:publica 12 in Berlin erklärt der Brettspiele-Entwickler Marcel-André Casasola Merkle, was der Gesetzgeber von Monopoly und anderen Brettspielen lernen kann. Immerhin haben seine Kolleg*innen das bedingungslose Grundeinkommen bereits vor Jahren eingeführt, damit niemand aus dem Spiel rausfliegt.

Wie bringt man Menschen dazu freiwillig Regeln anzunehmen? Warum sind Spiele leicht verständlich, machen Spaß und animieren zu kooperativer Konkurrenz? Warum sind Gesetze kompliziert, erzeugen Widerwillen und wirken so oft unfair?

Brettspielautoren beschäftigen sich seit Jahren ganz praktisch mit dem menschlichen Verhalten in Regelsystemen, wann diese Eigeninitiative, Selbstbestimmung und Lust vermitteln und wann nicht.

Zur Person: Marcel-André Casasola Merkle, geboren 1977, entwickelt seit 1997 Brettspiele, war von 2005 – 2007 Vorsitzender der Spieleautorenzunft und ist Mitbegründer der jährlich stattfindenden Spieleautorentagung. Auf seinem Blog 137b.org und unter dem Pseudonym @zeitweise auf Twitter setzt er sich unter anderem mit Netzpolitik auseinander und sucht immer wieder die Schnittstelle zwischen spielerischen Elementen und Politik.

 

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Kategorie: Republik

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